Fachkräfteallianz: Neue Vereinbarung und neues Gremiummitglied des BDS

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Mit der Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung hat sich die Fachkräfteallianz Baden-Württemberg im Februar 2022 neue Ziele und Schwerpunkte gesetzt.

“Immer mehr Unternehmen suchen händeringend nach passenden Fachkräften. Wir brauchen gut qualifizierte und engagierte Fachleute für die vielen anspruchsvollen Tätigkeiten quer durch unsere ganze Wirtschaft. Und wir brauchen sie, um die zentralen Herausforderungen im Kontext von Demografie, Digitalisierung und Defossilisierung erfolgreich zu bewältigen”, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 10. Februar 2022 in Stuttgart.

Das Land unterstütze die Unternehmen dabei, passende Fachkräfte zu finden und zu binden: „Unsere Unterstützungs- und Förderangebote werden wir weiterführen und stellen für 2022 insgesamt rund 80 Millionen Euro für die Fachkräftesicherung zur Verfügung: von der Ausbildung über die berufliche Weiterbildung bis zu unseren Welcome Centern und dem Engagement der regionalen Fachkräfteallianzen, die wir fördern“, versprach Hoffmeister-Kraut.

Neues Gremiummitglied für den BDS

Fachkräfteallianz 2022 digital

Seit diesem Jahr ist Markus Dünkel, Vorstandsmitglied des BDS Baden-Württemberg, der neue Repräsentant des Verbandes im Gremium der Fachkräfteallianz. Als geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Dünkel Holding weiß er um die Bedeutung der Fachkräftesicherung, die für Unternehmen immer wichtiger wird. “Hier braucht es neue Wege und Ideen, aber auch Unterstützung bei der Umsetzung, für die wir uns gemeinsam und engagiert einsetzen werden.”

Die Schwerpunkt der Fachkräfteallianz in den kommenden Jahren:
  1. Die Auswirkungen des Demografischen Wandels auf Branchen, Sektoren oder Technologiefelder aktiv beobachten und durch gezielte Maßnahmen darauf hinwirken, dass auch Zielgruppen mit geringer oder ausbaufähiger Arbeitsmarktbeteiligung besser und umfassender ins Erwerbsleben integriert werden.
  2. Die Auswirkungen des technologiebedingten Strukturwandels aktiv beobachten, seine positiven Potenziale nutzen und seine negativen Wirkungen durch proaktives Handeln mildern. Hierzu gehört eine aktive Befassung mit neu entstehenden Tätigkeits- und Qualifikationsfeldern und das Einmünden der Ergebnisse in die Qualifizierungs- und Weiterbildungsplanung der Allianzpartner.
  3. Das Know-how der Allianzpartner synergetisch in branchen-, sektor- und technologiefeldbezogene Strategieprozesse und andere thematische Allianzen einbringen. Hierzu soll der Austausch in anlassbezogenen, temporären thematischen Foren vertieft werden.
  4. Die Transparenz und den Austausch zwischen den Partnern stärken, um eine über Branchen, Sektoren und Technologiefelder hinweg erlebbare Community of Practice im Bereich der Fachkräftesicherung zu entwickeln.
  5. Gezielt bei internationalen und inländischen Fachkräften für die Attraktivität des Lebens- und Arbeitsorts Baden-Württemberg und seiner Unternehmen werben, z. B. durch transparente Beratungsangebote, durch Nutzung des Begleitinstrumentariums der Bundesagentur für Arbeit zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz oder durch Marketingaktivitäten.

In der Fachkräfteallianz sind mittlerweile 45 Partner vertreten. Neben den fünf neu hinzugekommenen Ministerien (Finanzministerium, das Ministerium der Justiz und für Migration, das Verkehrsministerium, das Umweltministerium sowie das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen) sind dies Wirtschaftsorganisationen, die Gewerkschaften, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, die Pflegeorganisationen, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften, der Landesfrauenrat und das Land.

Mehr dazu in der Vereinbarung der Fachkräfteallianz vom 10. Februar 2022 >> hier
Weitere Informationen auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums >> hier

Foto: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

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