
Pressemitteilung
Fellbach, 17.04.2026
Krisenprämie fällt bei Unternehmern durch
„Wir finanzieren eure Geschenke nicht!“
In einer Blitzumfrage des BDSBW erteilen die Unternehmer der Bundesregierung eine klare Absage: „Wir finanzieren eure Geschenke nicht!“ Nur 14 % der Befragten planen, die Prämie an ihre Teams auszuschütten. In der aktuellen Krisensituation geht es für viele Betriebe nicht um ein Wollen, sondern um ein Können.
„Die steuerfreie Krisenprämie zeigt, wie weit sich unser Kanzler von der Lebensrealität insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen entfernt hat“, kritisiert BDS-Präsidentin Bettina Schmauder. „Wir laden Herrn Merz gerne zu uns ein, um unseren Mitarbeitenden zu erklären, wer letztlich die Zeche seines ‚Geschenks‘ bezahlen wird – und warum das für viele aktuell schlichtweg nicht möglich ist. Wir befinden uns in der schwierigsten Zeit seit Jahrzehnten und kämpfen gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden ums wirtschaftliche Überleben. Ob diese Realität bei der Bundesregierung angekommen ist, ist mehr als fraglich.“
Staat profitiert – Unternehmen zahlen
Für besonderen Unmut sorgt ein weiterer Punkt: Die Maßnahmen werden als Krisenhilfe dargestellt, gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass der Staat finanziell profitiert. Ein Mitglied des Verbandes hat die Kosten der zeitlich begrenzten Spritpreisreduzierung den zusätzlichen Einnahmen aus der Mehrwertsteuer gegenübergestellt. Ergebnis: Bis zum Inkrafttreten der Spritpreisbremse Anfang Mai dürfte der Staat rund 750.000.000 Euro zusätzliche Umsatzsteuer eingenommen haben. „Der Staat ist damit ein wesentlicher Profiteur der aktuellen Situation an den Zapfsäulen – das darf nicht sein.“
87 % halten Maßnahmen für unzureichend
Die Bewertung der Unternehmer fällt entsprechend deutlich aus: Rund 55 % halten die Maßnahmen für wenig wirksam, weitere 32 % sogar für gar nicht wirksam. Insgesamt sehen damit etwa 87 % der befragten Selbständigen die Entlastungen als nicht ausreichend an – ein klares Signal an die Politik.
Klare Forderungen: Entlastung, Verlässlichkeit, Planungssicherheit
Gefragt nach weiteren Maßnahmen nennen die Befragten vor allem strukturelle Lösungen:
71 % fordern dauerhaft niedrigere Energiepreise, 67 % steuerliche Entlastungen und 66 % mehr Planungssicherheit durch langfristige politische Entscheidungen. Investitionsförderprogramme spielen für rund 26 % eine Rolle.
Appell an die Politik: Dauerhafte Entlastung statt Symbolpolitik
Der Appell des BDSBW an Bundes- und Landespolitik ist eindeutig:
„Unternehmer und Selbständige brauchen nachhaltige wirtschaftliche Entlastungen statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen. Davon profitieren auch unmittelbar die Mitarbeitenden und ihre Familien.

