Landesjustizministerin Marion Gentges auf der Schriesheimer Mittelstandskundgebung

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Erste badische Festrednerin überzeugte humorvoll und mit klaren Worten 

Bei der traditionellen Mittelstandskundgebung in Schriesheim lieferte die diesjährige Festrednerin, die baden-württembergische Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges (CDU) eine Rede, die vor allem eines versprach: Klartext statt Juristendeutsch.

Im Vorfeld trafen sich Medienvertreter und Gäste zum Pressegespräch mit dem Ehrengast im Caféhaus Linde. Neben dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Schriesheim stand Ministerin Gentges den Anwesenden Rede und Antwort – im Fokus das Ergebnis der Landtagswahl und die anstehenden Gespräche zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg.

Nach einem kurzen Weg über das Festgelände ging es zum musikalisch untermalten Einmarsch in das Weinzelt, indem bereits gespannt auf die prominente Rednerin gewartet wurde.

Eröffnet wurde die Mittelstandskundgebung durch den Vorsitzenden des BDS Ortsvereins Schriesheim und Landesverbands-Vizepräsidenten Rolf W. Edelmann und Bürgermeister Christoph Oeldorf. Sie begrüßten die rund 700 Gäste im Weinzelt, unter denen sich neben Landtags- und Bundestagsabgeordneten auch zahlreiche (Ober-)Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie Mitglieder aus der BDS-Familie befanden.

In seinem Grußwort rief BDS-Präsident Jan Dietz die Politik zu einem raschen Handeln auf, um die Wirtschaft zu stärken und wichtige Impulse zu geben. So mahnte er u.a. den Abbau bürokratischer Hürden an und forderte eine „Genehmigungsfiktion“, um Investitionen im Mittelstand schneller realisieren zu können.

Die Ministerin, die selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, punktete beim Schriesheimer Publikum mit Humor und Bodenständigkeit. Ob es der Vergleich zwischen Juristendeutsch und badischem „Schwätzen“ war oder die Einladung zur Weinprobe im „Gefängnisweinbau“ – Marion Gentges fand den richtigen Ton. Sie stellte auch fest, dass sie in den Reihen der über 50jährigen Geschichte der Mittelstandskundgebung auf dem Mathaisemarkt die erste badische Festrednerin in Schriesheim ist.

In ihrer engagierten Festrede machte die Ministerin deutlich, dass der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg vor erheblichen Herausforderungen steht. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und der angespannten Lage in der Automobilindustrie forderte sie ein entschlossenes Umdenken sowie bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen. Die Wirtschaft müsse jetzt klar in den Fokus rücken, verbunden mit mehr unternehmerischer Freiheit und weniger bürokratischen Hürden.

Besonderes Augenmerk legte sie auf den Mittelstand, den sie als tragende Säule der Wirtschaft hervorhob. Dieser dürfe nicht als Randerscheinung betrachtet werden, sondern bilde eine zentrale Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels verwies sie auf die neue Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften, die durch digitale Verfahren eine deutlich schnellere Bearbeitung von Anträgen ermögliche.

Auch zur Migrationspolitik äußerte sich die Ministerin mit klarer Haltung. Migration könne nur mit verlässlichen Regeln funktionieren. Sie verwies auf Fortschritte bei der Rückführung straffällig gewordener Personen sowie auf die Einführung der Bezahlkarte, um Fehlanreize zu reduzieren. Gleichzeitig betonte sie, dass Integration und Erwerbstätigkeit zentrale Voraussetzungen für ein dauerhaftes Zusammenleben seien.

Den  traditionellen Abschluss der Mittelstandskundgebung bildete der Trinkspruch der drei Schriesheimer Weinhoheiten, die gemeinsam mit den Gästen das Glas auf eine erfolgreiche Zukunft des Mittelstands erhoben.

Die Festzeltbesucherinnen und -besucher zeigten sich vom Auftritt der ersten badischen Festrednerin in Schriesheim sehr angetan, was durch zahlreiche Rückmeldungen an den Landesverband im Anschluss an die Veranstaltung untermauert wurde.

Herzlichen Dank an die Stadt Schriesheim, den Ortsverein BDS Schriesheim und alle Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung.
Wir freuen uns auf die nächsten Mittelstandskundgebungen des BDS im Oktober in Rot am See und in Tengen.

IMPRESSIONEN

 

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