Außerordentliche Wirtschaftshilfe November – Anträge ab sofort möglich

(von NL) Unternehmen und Betriebe, die aufgrund der Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie im November 2020 ihren Betrieb schließen müssen, können ab sofort die außerordentliche Wirtschaftshilfe (Ausfallentschädigung) beantragen.


Wie erfolgt die Antragsstellung?

Der Antrag wird durch einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) im Namen des Antragsstellers über die bundeseinheitliche Plattform der Überbrückungshilfe einzureichen. Auf Basis dieses Antrags wird die Ausfallentschädigung ausbezahlt. Die prüfenden Dritten werden im Nachgang eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsätze und anzurechnenden Leistungen einreichen. Zu viel gezahlte Hilfen sind zurückzuzahlen.

Soloselbständige können auch einen Direktantrag stellen, ohne auf die prüfenden Dritten zurückzugreifen. Dafür müssen drei Kriterien erfüllt sein:

  • Zum Stichtag 29. Februar 2020 wurde weniger als ein Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt
  • Die beantrage Entschädigung beträgt höchstens 5.000 Euro
  • Es wurden bisher keine Leistungen aus der Überbrückungshilfe I oder II beantragt

Für einen Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat für die Authentifizierung nötig. Ein solches Zertifikat kann über das ELSTER-Portal beantragt werden


Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind direkt, aber auch indirekt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen der aktuellen Schließungen. Dabei gelten Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten als direkt betroffene Unternehmen.

Als indirekt betroffene Unternehmen gelten alle, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihres Umsatzes mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Dieser Umsatzeinbruch muss zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Weitere Details und ausführliche Informationen zur Antragsstellung, zur Höhe der Entschädigung und zu weiteren Fragen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

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