Ferienjobs: Vier Tipps für Unternehmer

Die Sommerferien nutzen viele Schüler, um ihr Taschengeld mit einem Ferienjob auzubessern. Doch nicht jeder Jugendliche darf jede Arbeit machen. Mittelstanddirekt.de hat vier Punkte zusammengestellt, auf die Unternehmen laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund bei Ferienjobs achten müssen.

1. Altersgrenzen
Der Jugendarbeitsschutz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen. Bis einschließlich dem 14. Lebensjahr ist es ihnen grundsätzlich verboten. Aber es gibt Ausnahmen: Mit Zustimmung der Eltern dürfen Kinder, die älter als 13 Jahre sind, bis zu zwei Stunden arbeiten – allerdings nur zwischen 8 und 18 Uhr.

Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. Voraussetzung ist, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt – das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein.

Ab dem 15. Lebensjahr dürfen Jugendliche mehr machen. Wenn sie noch schulpflichtig sind, dann dürfen sie jedoch nicht länger als vier Wochen pro Jahr in den Ferien jobben.

2. Art der Arbeit
Für Jugendliche ist schwere körperliche oder gefährliche Arbeit nicht erlaubt. Dazu zählen das Tragen von schweren Gegenständen, das Hantieren mit Chemikalien oder Akkordarbeit.

3. Arbeitszeit
Jugendliche dürfen nicht mehr als acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche arbeiten. Sie dürfen nicht vor sechs und nicht nach 20 Uhr eingesetzt werden.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Wenn der Schüler oder die Schülerin 16 Jahre alt ist, darf er oder sie im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr arbeiten. In mehrschichtigen Betrieben sogar bis 23 Uhr.

Wochenendarbeit ist tabu. Eine Ausnahme sind Sportveranstaltungen.

4. Versicherung
Arbeitgeber müssen Schüler für ihren Ferienjob über den Betrieb unfallversichern. Beiträge zur Sozialversicherung fallen nicht an. (uqrl)

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