Meldung vom BDS-Bundesverband: Höhere Fördersätze beim MeisterBAföG

Ab August 2016 werden die Förderbeträge beim "Meister - BAföG" deutlich erhöht. Fortbildung, Beruf und Familie werden besser vereinbar.

Das Bundeskabinett hat dazu die Dritte Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes beschlossen. Sie soll zum 1. August 2016 in Kraft treten. Mit dem "Meister - BAföG" werden ausgebildete Fachkräfte unterstützt, die sich weiterqualifizieren. Seit sieben Jahren steigt die Zahl der mit dem "Meister - BAföG" geförderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer kontinuierlich: 2014 waren es rund 172.000.
Wer eine Aufstiegsfortbildung plant, muss Arbeiten, Familie, Lehrgänge sowie Zeit fürs Lernen und für die Prüfung vereinbaren. Oft sind Freistellungsphasen oder Teilzeitarbeit sowie zusätzliche Kinderbetreuung erforderlich. Lebensunterhalt und Fortbildungskosten müssen finanzierbar sein.

Ziele der Meister - BAföG- Novelle sind daher, die Vereinbarkeit von Fortbildung, Beruf und Familie zu erleichtern und die Finanzierung weiter zu verbessern. So sollen mehr Frauen davon profitieren und sich für eine Aufstiegsfortbildung entscheiden. Bisher sind weniger als ein Drittel der Geförderten Frauen.

Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) wird die Förderung familienfreundlicher: die Unterhaltszuschläge für Kinder und Ehegatten steigen von 210 / 215 Euro auf 235 Euro monatlich. Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 113 auf 130 Euro monatlich erhöht.

Außerdem steigen die Zuschussanteile, die Vermögensfreibeträge, die Beiträge für Lehrgangs- und Prüfungskosten und für das "Meisterstück". Der Erfolgsbonus für das Bestehen der Abschlussprüfung wird erhöht: künftig werden 30 Prozent des Restdarlehens für Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen.
Bereits mit der 25. BAföG-Novelle wurden die Basisunterhaltsbeträge und die Einkommensfreibeträge beim Meister - BAföG erhöht. Die Verbesserungen aus beiden Gesetzesnovellen sollen zeitgleich zum 1. August 2016 in Kraft treten.

Zum 1. August 2016 steigen die maximalen Unterhaltsbeiträge beim Meister - BAföG:

a)    für Alleinstehende von 697,00 Euro auf 768,00 Euro/Monat
b)    für Alleinerziehende von 907,00 Euro auf 1.003,00 Euro/Monat Alleinerziehende erhalten zusätzlich einen einkommensunabhängigen Kinderbetreuungszuschlag. Er steigt von 113 auf 130 Euro /Monat
c)    für Verheiratete mit 1 Kind von 1.122 Euro auf 1.238 Euro /Monat
d)    für Verheiratete mit 2 Kindern von 1.332 Euro auf 1.473 Euro/Monat

Mit der Novelle öffnet die Bundesregierung das Meister - BAföG für Bachelorabsolventen und – absolventinnen. Auch Studienabbrecher, die in eine betriebliche Ausbildung gewechselt sind, können mit bestimmten Vorqualifikationen künftig Meister - BAföG erhalten. Die Bundesregierung setzt damit ein klares Zeichen, um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter zu erhöhen. Zudem werden neue Zielgruppen für Führungspositionen erschlossen.

Hintergrund:
Das "Meister - BAföG" gibt es seit 1996. Seitdem konnten rund 1,7 Millionen berufliche Aufstiege mit rund 6,9 Milliarden Euro ermöglicht und gefördert werden. Grundsätzlich besteht die Förderung zum Teil aus Zuschüssen und zum Teil aus Darlehen. Für Antragstellung und Bewilligung sind die Länder zuständig. Das "Meister - BAföG" wird zu 78 Prozent vom Bund und zu 22 Prozent von den Ländern finanziert.

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