So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund!

Wer kennt es nicht, dieses fiese kleine oder manchmal auch sehr große Haustier, das immer dann ganz ungeniert mitten auf dem Tisch sitzt, wenn es darum geht, sich selbst zu motivieren, um sich etwas Gutes zu tun?

Der verführerische Saboteur unserer kleinen und großen Entschlüsse, im Volksmund auch „innerer Schweinehund“ genannt, schafft es immer wieder mit raffinierten Tricks und genialen Argumenten, selbst die besten und wichtigsten Vorsätze zu torpedieren. „Als Unternehmer und Vizepräsident eines großen Landesverbandes bin ich darauf angewiesen, mich immer wieder selbst zu motivieren und meine Disziplin nicht schleifen zu lassen“, betonte Norbert Raif, BDS-Vizepräsident, ganz offenherzig und fährt fort: „Es gibt niemanden, der uns antreibt und hinter uns her ist – außer unseren Frauen“, fuhr er augenzwinkernd fort, „Wir müssen uns die Struktur selbst aufbauen und auch den Druck, um alles fristgerecht und unseren Ansprüchen genügend fertigzustellen. Daher bin ich sehr gespannt auf diesen Event-Vortrag. Bestimmt können wir alle ein paar wertvolle Tipps mit nach Hause und ins Geschäft nehmen." 

Dr. Marco Freiherr von Münchhausen hat eine bestechend intelligente Strategie für den Umgang mit diesem leider unvermeidlichen Lebensgefährten entwickelt: Sehen Sie ihn nicht als Gegner – sondern machen Sie ihn zu Ihrem Freund. „Wir haben alle unsere unsichtbaren Grenzen in uns, die uns davon abhalten, etwas mehr aus unserem Leben zu machen“, leitete der sprachgewandte Nachfahr des legendären Lügenbarons seinen praxisorientierten und bereichernden Vortrag ein und verdeutlichte das Ganze anhand des Verhaltens von Piranhas in einem Becken. „Diese Grenzen sind scharf bewacht“, warnte Marco von Münchhausen sein Publikum: „Der Wächter ist unser innerer Schweinehund!“ Dieser tauche immer dann auf, wenn man seine Komfortzone verlasse, wenn es riskant werde, so von Münchhausen. „Wie ein Butler kommt er und serviert uns alle Ausreden auf einem Silbertablett!“ Sein Lieblingsfutter seien innere Vorsätze, weshalb Neujahr auch als Schweinehundfestival bezeichnet werden könne, witzelte der mehrfach ausgezeichnete Redner mit einem ernsthaften Unterton. Auch einen Joker hat der Schweinehund und zwar die so genannte Ausnahmefalle. Daher ist es wichtig, dass man in der Anfangsphase des Umsetzens eines Vorsatzes keine Ausnahmen zulässt. „Wenn Sie das durchziehen, dann haben Sie gewonnen“, motivierte er seine gespannten Zuhörer. Wenn man sich etwas vornimmt, sei es wichtig Sätze zu wählen, die einen konkreten Handlungsimpuls geben, keine „mehr oder weniger“-Sätze, keine Sätze mit „versuchen“ oder „müsste, sollte, könnte“.

Eines allerdings betonte Marco von Münchhausen immer wieder: Er ist auch wichtig, der innere Schweinehund, er kann auch eine schützende innere Stimme sein. „Lassen Sie ihm auch eine Nische, in der er sich wohl fühlt. Menschen, die das nicht tun, landen gerne im Burnout.“ Wichtig ist es, den richtigen Umgang mit ihm zu lernen. Dazu gehöre auch, sich die richtigen Bilder in die Köpfe zu holen. „Die Bilder in unseren Köpfen entscheiden über das, was wir erreichen und auch darüber, wie wir unser Leben erleben!“ Ein weiterer wichtiger Punkt sei es, sich immer wieder zu fordern, ohne sich dabei zu überfordern, erklärte der Bestseller-Autor. Um eine Verhaltensänderung erfolgreich umzusetzen, sei es außerdem wichtig, sich auf eine Sache zu konzentrieren und klein anzufangen, um sich dann langsam zu steigern.

Die Zuschauer merkten schnell: Trotz des berühmt-berüchtigten Namens werden ihnen hier keine Märchen aufgetischt – die Zähmung des inneren Schweinehunds funktioniert tatsächlich. Sie belohnten den gelungenen Motivationsvortrag mit tosendem Applaus und nahmen die Anregungen mit in eine bereichernde Netzwerk-Runde bei Fingerfood und Getränken.

Fotos: Jürgen Burkhardt www.jb-photodesign.de

Pressemitteilung vom 28.10.2015

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