Kommentar von BDS-Präsident Günther Hieber: BDS gegen steigende Krankenkassenbeiträge

Es ist kein Geheimnis mehr: 2016 werden die Krankenkassenbeiträge steigen. Am Freitag, 18.12.2015, gab die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) bekannt, dass sie ihren Beitrag sogar drastisch um 0,6 Prozentpunkte (1,5 Prozent) auf 16,1 Prozent anheben werde. „Die Techniker Krankenkasse (TKK) hat das Erhöhungsspiel der Beiträge begonnen. Gerade bei dieser Krankenkasse ist die Beitragserhöhung unverständlich, schließlich sind Rücklagen vorhanden, die zuerst abgebaut werden sollten, bevor es zu einer Beitragserhöhung kommt“, betont Günther Hieber, Präsident des BDS-Bundes- und Landesverbandes.

Selbst wenn keine Rücklagen gebildet wurden, sollten die Krankenkassen über verwaltungsinterne Einsparpotenziale nachdenken, bevor sie ihre Mitglieder zur Kasse bitten, so Günther Hieber. Die Erhöhung des Zusatzbeitrags (den Erhöhungsrahmen bestimmt jede Kasse selbst) muss von den Arbeitnehmern bezahlt werden, weil momentan der Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent eingefroren ist. Der BDS-Präsident schlussfolgerte aus den aktuellen Entwicklungen: „Die folgenden Erhöhungen bei den Arbeitnehmern führen jedoch logischerweise wieder bei Lohnverhandlungen zu Lohnanpassungen, über die dann auch die Unternehmer als Arbeitgeber betroffen sind. Gleiches gilt  für die bereits im Raum schwebende Erhöhung des Arbeitgeberanteils an den Kassenbeiträgen, deren Diskussion spätestens im Jahr der Bundestagswahl, also 2017, wieder angekurbelt werden wird.“

 

Pressemitteilung vom 21.12.2015

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