BDS-Landesverband fordert Aussetzung der drohenden Dieselfahrverbote: Unzumutbar für Mittelständler und Gefährdung für Bevölkerung

Stuttgart. Der Bund der Selbständigen Baden-Württemberg e.V. (BDS) hat die kommenden Dieselfahrverbote und deren erst in Jahren zu erwartenden Diesel-Nachrüstungssysteme scharf kritisiert: „Eine Umrüstung vor dem 1. Januar 2019 ist absolut nicht machbar und unzumutbar. Zudem gefährden die geplanten Fahrverbote die Versorgung von Bürgerinnen und Bürgern“, warnte Günther Hieber, Präsident des BDS-Landesverbands.

„Die drohende Situation betrifft nicht nur Handwerker und Handel aus den betreffenden Städten. Viele Geräte können nur von Servicefirmen repariert oder gewartet werden, die ihren Sitz außerhalb der betroffenen Städte haben“, bemängelte Hieber. Doch was nütze die beste umweltfreundliche Spezial-Wärmepumpe, wenn der Spezialist nicht mehr zum Händler nach Stuttgart fahren könne, um dessen Anlage in Gang zu bringen. Hieber ergänzte: „Mangels möglicher Dieselfahrzeug-Nachrüstungen können viele Handwerker und Händler ihre Kunden nicht mehr betreuen.“ Zudem seien viele Nachrüstmöglichkeiten vom Kraftfahrt-Bundesamt noch gar nicht lizensiert.

„Allein die Tatsache, dass viele Dieselfahrer noch lange auf die vom Bundesverkehrsministerium angedachten Diesel-Nachrüstungssysteme warten müssen, ist ein Skandal, untragbar und geschäftsschädigend für unsere Mittelständler“, empörte sich der BDS-Landesverbandspräsident Hieber. Außerdem seien viele Kunden von kleinen und mittleren Unternehmen ebenfalls vom Fahrverbot betroffen. Dies wirke sich auf die Geschäftsbetriebe dann als erhebliche Umsatzeinbuße aus, weil nicht nur Innerstädtische, sondern gerade auch Auswärtige als Kunden wegbleiben würden.

„Auch werden viele Geschäftsinhaber und deren Beschäftigte keine Ausnahme-Genehmigung erhalten. Die derzeitigen Lockvogel-Angebote der Regierung werden vermutlich an dem geplanten Dieselfahrverbot in ganz Stuttgart auch nichts ändern. Nicht jeder hat das Geld, um die Umsetzungs-Wunsch-Möglichkeiten der Regierung finanziell aus eigenen Mitteln aufzufüttern“, ergänzte der BDS-Landesverbandspräsident.

Weitere Themen

Keine Nachrichten verfügbar.