Zwischen Hubschraubern, Flugzeugkabinen und der Vergabe des „Best Practice“-Preises

BDS-Landesverbandstag erfolgreich in Laupheim veranstaltet

Stuttgart / Laupheim. An einem außergewöhnlichen Ort hat der BDS Baden-Württemberg am Samstag, 24. September 2016, seinen Landesverbandstag mit Generalversammlung abgehalten: Der Vorstand und die rund 100 angereisten BDS-Mitglieder tagten in der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne in Laupheim, dem Standort des Hubschraubergeschwaders 64. Besonderer Hintergrund der Ortswahl Laupheim war das 150-jährige Jubiläum des BDS Laupheim, das der Ortsverein dieses Jahr feiert. Ein Highlight der Veranstaltung war die Vergabe des „Best Practice“-Preises durch BDS-Präsident Günther Hieber.

Der Hausherr der Kaserne, Oberst Stefan Demps, Kommodore des HSG 64, präsentierte zu Beginn die immense Bedeutung und zahlreichen Aufgaben seines Geschwa-ders. Neben Auslandseinsätzen, unter anderem auch seit 15 Jahren in Afghanistan, leistet das Hubschraubergeschwader unter anderem Katastrophenhilfe wie beispielsweise beim Oderbruch, fliegt medizinische Evakuierungseinsätze und Lufttransporte und unterstützt Spezialkräfte. „Die meisten Operationen finden im Schutz der Nacht statt“, berichtete der Oberst von ihrer verantwortungsvollen Arbeit.
Während der Oberbürgermeister von Laupheim, Rainer Kapellen, anschließend die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen BDS in seinem Grußwort lobte, erläuterte Hans-Peter Murmann, Geschäftsführender Vizepräsident des BDS-Bundesverbandes und Präsident des BDS Nordrhein-Westfalen die Öffentlichkeitsarbeit des BDS auf Bundesebene. Marco Altinger, Präsident des BDS/DGV Bayern betonte die Wichtigkeit des gegenseitigen Austauschs zwischen den Verbänden: „Die kleinen Verbände finden oft nicht das politische Gehör. Deshalb ist es auf Bundesebene so wichtig, dass wir wieder eine starke, große Gemeinschaft werden!“ Von ihrer Arbeit im kommunalen Rahmen berichtete der erste Vorsitzende vom BDS Laupheim, Roland Pecha: „Wir mischen uns unter anderem zu Themen wie Integration der Flüchtlinge, Parkplatz-situation und optimale medizinische Betreuung der Bürger ein.“
„Ich halte überhaupt nichts von der Erbschaftsbesteuerung“, betonte der Präsident des BDS-Bundes- und Landesverbandes Baden-Württemberg, Günther Hieber, und fuhr in seinem Rechenschaftsbericht so fort: „In der Erbfolge fließt ja kein Geld. Man will hier eine Art enteignenden Eingriff machen, was ich nicht richtig finde!“ Zum Thema „Mittelstandsbauch“ sagte Hieber, dass er nicht mehr erforderlich sei, da momentan die Steuern sprudeln würden und forderte: „Den müsste man zurückschmelzen!“ Auch die Diskussion über eine Altersvorsorgepflicht griff er auf: „Eine Vorsorge ist wichtig, aber es sollte den Selbständigen und Unternehmern selbst überlassen bleiben, welche Form der Vorsorge sie wählen möchten!“ Weiterhin berichtete Hieber von seiner politischen Arbeit hinter den Kulissen und seinen zahlreichen Treffen mit wichtigen Landes- und Bundespolitikern.
Nachdem Günther Hieber traditionsgemäß den politischen Part übernommen hatte, konzentrierte sich der Bericht des BDS-Hauptgeschäftsführers, Joachim W. Dörr, auf die Arbeit des Landesverbandes. Dabei standen die Gründung der BDS-Akademie, die das Ziel hat, BDS-Mitglieder in den Punkten zukunftsfähige Vereinsführung, erfolgreiche Unternehmensentwicklung und Persönlichkeitsbildung weiterzubringen und der neue BDS-Imageflyer im Vordergrund. Zum neuen Flyer erklärte Dörr: „Die neue konzeptionelle Idee dabei ist die aktive Mitgestaltung der Mitglieder an der grafischen Endfassung des Flyertitels und der Foto-Rollups über eine Fotoaktion. Alle Mitglieder sind heute aufgerufen und herzlich dazu eingeladen, bei der Aktion ,Köpfe gesucht‘ bis zum 31.10.2016 mitzumachen!“ Außerdem stellte er den Mitgliedern seine Kollegin Nadine Münch vor, die seit einem Jahr für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Mitgliederverwaltung zuständig ist. Im Anschluss folgte der Bericht des Landesschatzmeisters, Diplomökonom Klaus Straub.
Ein Höhepunkt der Generalversammlung ist stets die Verleihung des „Best Practice“-Preises. Zum einen möchte der BDS-Landesverband damit die vielen tollen Aktionen seiner Vereine und Kreisverbände bekannter machen, damit alle Mitglieder von den guten Ideen profitieren können und zum anderen zeichnet er so auch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen aus. In diesem Jahr erhielt den Siegerpreis der Ge-werbeverein Illingen mit seinem Projekt Online-Marktplatz „Illingen hat‘s“, vertreten durch den ersten Vorsitzenden, Sebastian Zaiß, und Uwe Kinkel von der Equitania GmbH. Mit dem Online-Marktplatz „www.illingen-hats.de“ hat der BDS-Ortsverein eine Möglichkeit geschaffen, mit der sich alle Unternehmen aus Handel, Produktion, Erzeugung, Gastronomie und Industrie gleichermaßen präsentieren können. Hier können die Unternehmen digital gefunden werden und auch verkaufen. „Ich nutze das System selbst sehr gerne und erfolgreich“, sagte der Winzer Sebastian Zaiß.
Auf dem zweiten Platz landete der BDS Schorndorf, für den Jürgen Linsenmaier, erster Vorsitzender, den begehrten Preis entgegennahm. Der Ortsverein hatte sich mit seiner Aktion „7. Altstadtlauf“ mit Sponsorenlauf, über den der BDS-Verein eine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und damit ein soziales Projekt und die gesamte Region unterstützt, erfolgreich beworben.
Den dritten Platz belegte der Gewerbe- und Handelsverein Ehningen mit seinem Pro-jekt „Azubi Speed Dating im Oktober 2015“, mit dem der Verein dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel den Kampf ansagte. Hannelore Röhm, die erste Vorsitzende und Heidrun Bessert von der Dialogmanufaktur freuten sich sehr über die Auszeichnung. Immerhin winken für den ersten Platz 1000 Euro, für den zweiten 750 Euro und für den dritten 500 Euro Preisgeld für die Vereinskasse.
Auch eine Wahl stand beim diesjährigen Landesverbandstag an: Aufgrund der turnusgemäßen Neubesetzung wurden der Diplom-Finanzwirt Markus Roggenstein aus Laup-heim und der Steuerberater Til Jochen Fix aus Remchingen einstimmig zu den neuen Rechnungsprüfern des Verbandes gewählt. Präsident Günther Hieber dankte den bisherigen Amtsinhabern Steuerberaterin Marie-Luise Scholl und Wirtschaftsprüfer Jürgen R. Herrmann mit einem besonderen Präsent, ebenso wie dem Gastgeber und ersten Vorsitzenden des BDS Laupheim Roland Pecha.
Zum krönenden Abschluss konnten sich alle Teilnehmer noch über eine spannende Führung bei der ortsansässigen Firma Diehl Aircabin, zu deren Kunden große Luftfahrzeughersteller wie beispielsweise Airbus zählen, freuen. „Wir können alles, was in einer Flugzeugkabine drin ist“, fasste Arend Wedekind die Produktpalette des Unternehmens zusammen. Die BDS-Mitglieder erhielten interessante Einblicke in die Produktionsabläufe von Kabinenwänden, speziellen Schlafkojen für das Flugzeugpersonal und Luftversorgungssystemen. Das meiste davon wird in Handarbeit gefertigt, erklärte Günter Unseld von Diehl Aircabin seinen begeisterten Zuhörern. 

 

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