In Sekundenschnelle (die richtigen) Entscheidungen treffen

BDS-Unternehmerabend mit FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher am 09. November 2016.

Der BDS-Landesverband lädt in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Bernhauser Bank zum BDS-Unternehmerabend ein. Knut Kircher, FIFA-Schiedsrichter, wird Ihnen zeigen, wie Sie in Sekundenschnelle die richtigen Entscheidungen treffen lernen.

Wann: Mittwoch, 09. November 2016, 19.00 Uhr Sektempfang
19.30 Uhr Beginn des Programms
Wo: FILharmonie, Filderstadt
Sonderpreis für BDS-Mitglieder und Kunden der Bernhauser Bank: 25 Euro
Normalpreis : 50 Euro


Entscheidungsträger stehen oft unter Beschuss. Knut Kircher kennt das nicht nur vom Fußballplatz, wo er oftmals unter den Augen von tausenden lärmenden Zuschauern im Stadion und vor den Linsen von bis zu 50 Kameras sofort weitreichende Entscheidungen treffen muss, sondern auch aus seinem Berufsleben als Entwicklungsingenieur bei Daimler Benz.

Wir haben ihn vorab zum Interview getroffen:

Herr Kircher, war es schon immer Ihr Wunsch Profi-Schiedsrichter zu werden?
Es gibt keinen wirklichen Profi-Schiedsrichter mit Vollanstellung beim DFB oder DFL. Wir sind Schiedsrichter unter professionellen Bedingungen, aber nicht mit professioneller Absicherung.
1986 bin ich aber nicht mit dem Anspruch gestartet, irgendwann einmal im Profibereich tätig zu sein. Dies hat sich nach und nach ergeben, als ich gesehen habe, dass ich mich in diesem Bereich entwickeln und verbessern kann.

Wie haben Sie es geschafft, Profi-Schiedsrichter zu werden?
Ich war wohl als junger Schiedsrichter nicht ganz talentfrei. Diese Begabung hat damals die Aufmerksamkeit von Förderern erregt, die mich über meine gesamte Schiedsrichterkarriere begleitet haben.
Ab der Bezirksliga unterstehen wir einem Bewertungssystem durch neutrale Beobachter, ehemalige Schiedsrichter aus diesen Leistungsklassen. Am Ende steht dann eine Bewertung und eine Art Tabelle, die darüber entscheidet, ob ein Schiedsrichter auf- oder absteigt.
Bei mir hat es immer wieder geklappt und der Ansporn war da, möglichst immer eine Stufe höher zu klettern! Und eh ich mich versehen hatte, war ich ganz oben!

Welches war das spannendste Spiel, das Sie in Ihrer Karriere gepfiffen haben?
Da gibt es viele im In- und Ausland. Zwei will ich herausgreifen:
2008 Pokalfinale Bayern – Dortmund in Berlin.  Bayern gewinnt nach der Verlängerung. Das war ein Spiel mit Gänsehautatmosphäre, so wie ein echtes Endspiel sein sollte.
Ein zweites Spiel war das wohl entscheidende Meisterschaftsspiel Dortmund – Bayern. Als Dortmund am Ende 1:0 gewann, Robben einen Elfmeter verschoss und Dortmund Deutscher Meister wurde. Ich glaube, wenn es das perfekte Spiel für mich gab, dann war es dieses!

Welches war das schwierigste Spiel, das Sie in Ihrer Karriere gepfiffen haben?
Die spannendsten Spiele waren sicherlich im Vorfeld auch die schwierigsten. Aber alle Schiedsrichter lieben Herausforderungen und  sind Wettkampftypen.

Wie kamen Sie dazu, vom Schiedsrichter-Beruf in den Speaker-Beruf zu wechseln?
Auch dies ist nicht wirklich mein Hauptberuf, vielmehr eine Passion, die ich mit Herzblut versuche auszufüllen, um Menschen einen Impuls zu geben, überhaupt Entscheidungen zu treffen - auch wenn es noch so schwierig zu sein scheint. Entscheidungen zu treffen macht Spaß!

Was sind die Schwierigkeiten des Speaker-Berufs?
Ich glaube, da gibt es keine Schwierigkeiten, immer neues Publikum, nie weiß man vorab wie man ankommt - aber genau so ist auch die Schiedsrichterei!

Gab es ein Traumspiel, das Sie immer pfeifen wollten? Wenn ja, durften Sie es pfeifen?
Ich hatte ganz viele Traumspiele in meiner Karriere. Ich habe nie gewagt davon zu träumen, in den höchsten Liegen der nationalen und internationalen Fußballwelt als Schiedsrichter auf dem Platz zu stehen.
Somit habe ich alle genossen und von allen Spielen Erinnerungen und Erfahrungen mitgenommen.

Was genau vermitteln Sie unseren Mitgliedern an unserem Unternehmerabend im November?
Haben Sie Spaß an Entscheidungen, denken Sie nicht zu viel nach, entscheiden Sie gerne auch mal spontan nach Bauchgefühl, seien Sie spontan und seien Sie sich der Wirkung Ihrer Entscheidungen bewusst. Denken Sie daran, andere bei Ihrer Entscheidung auch mitzunehmen, verlieren Sie niemanden auf dem Weg zum Ziel. Sehen Sie ein, dass auch Sie Grenzen haben und Fehler nichts Schlimmes sind.

Wo sehen Sie Parallelen zwischen schnellen Entscheidungen als Schiedsrichter und den Entscheidungen eines Unternehmers?
In beiden Feldern müssen Entscheidungen getroffen werden, damit es weiter geht und in beiden Fällen können Sie nicht sagen, ob die anfänglich getroffene Entscheidung am Ende für das Spiel oder das Unternehmen gut waren. Aber in beiden Bereichen geht es um Menschen und um Emotionen, geweckt durch Entscheidungen.
 

Weitere Themen

Erfolgreiche 1. Unternehmerlounge mit dem BDS

Über 130 Teilnehmer haben am 25. Juli 2018 die 1. Unternehmerlounge im Stuttgarter Schloss Solitude besucht. Dabei handelte es sich um eine gemeinsame Veranstaltung vom Business Club Stuttgart (BCS) und vom Bund der Selbständigen Baden-Württemberg...

BDSler lernten Estlands Digitalisierung kennen

Unterhaltsam, spannend und sympathisch hat Christoph Eichhorn, deutscher Botschafter in Estland, am 8. Oktober 2018 erklärt, wie und warum Digitalisierung in Estland besonders gut funktioniert. Zu seinem Vortrag anlässlich der Unternehmerlounge kamen...

Dieter Becker, Dominik Kuhn, Wolf Hirschmann

Denkanstöße für mehr Unternehmenserfolg

Wertvolle Denkanstöße für mehr Unternehmenserfolg erhielten Mitte Juni die Gäste des zweiten Unternehmerforums „Stadt.Land.Markterfolg“, das der BDS gemeinsam mit seinem Kooperationspartner .wtv Württemberger Medien im hohenlohischen Langenburg...

Joey Kelly (© Thomas Stachelhaus)

Joey Kelly - Ein Mann kennt keine Grenzen

„Ausdauer, Ziele, Wille und Leidenschaft ist das was Sie weiterbringt“, fasste Extremsportler Joey Kelly den Inhalt seines Vortrages am Ende zusammen. Humorvoll und mit großer Selbstironie hatte er zuvor die 240 Unternehmerinnen und Unternehmer in...

Dominik Kuhn alias Dodokay

Netzwerken analog und virtuell

Über 400 Besucher kamen am Dienstagabend zum vierten Netzwerktag der Region Stuttgart in die Schwabenlandhalle. Während Dominik Kuhn, alias Dodokay, die Selbstständigen mit seinem Vortrag über Virales Marketing mit schwäbischen Synchronisierungen von...

Isabel Garcia beim Netzwerktag

„Geben“ ist der Schlüssel beim Netzwerken

Beim dritten Netzwerktag der Region Stuttgart stimmte Kommunikationstrainerin Isabel García im Februar 2014 mit ihrem Vortrag „Kommunikationsfallen beim Netzwerken“ 270 Teilnehmer aufs Netzwerken ein. Beim anschließenden Empfang konnten die...

Dodokay in Rottweil

Virales Marketing muss nicht teuer sein: Auf die Idee kommt es an

Bei der Pilotveranstaltung der Initiative „Stadt. Land. Markterfolg“ im Kraftwerk in Rottweil gaben der renommierte Strategieberater Wolf Hirschmann sowie der Medienexperte und Comedy-Star „Dodokay“ wertvolle Denkanstöße für mehr Unternehmenserfolg....

Alois Gscheidle beim BDS-Sommertheater

BDS-Sommertheater: Alois Gscheidle begeistert BDS-Mitglieder

Bestes Wetter, beste Unterhaltung. Beim zweiten BDS-Sommertheater genossen über 100 Mitglieder und Freunde einen höchst unterhaltsamen Abend bei gutem Essen.

BDS-Unternehmertreff in Freiburg

BDS-Unternehmertreff im Stadion des SC Freiburg

Zum diesjährigen Unternehmertreff hatte der BDS in der vergangenen Woche ins MAGE Solar Stadion des SC Freiburg eingeladen. BDS-Präsident Günther Hieber, Landrätin Dorothea Störr-Ritter und zahlreiche namhafte Unternehmer aus dem Kreis der Mitglieder...

Jürgen Linsemaier am BDS-Netzwerkabend

Ihr guter Ruf verkauft – sonst nichts

130 Selbstständige erfahren bei BDS-Netzwerkabend im neu renovierten Kursaal in Bad Cannstatt wie Reputation entsteht und wie leichtfertig man sie aufs Spiel setzen kann.