„Geben“ ist der Schlüssel beim Netzwerken

Beim dritten Netzwerktag der Region Stuttgart stimmte Kommunikationstrainerin Isabel García im Februar 2014 mit ihrem Vortrag „Kommunikationsfallen beim Netzwerken“ 270 Teilnehmer aufs Netzwerken ein. Beim anschließenden Empfang konnten die Netzwerker die Tipps gleich in die Tat umsetzen.

Isabel Garcia
Isabel García

„Wer heute erfolgreich sein will braucht Partner, keine Gegner“, beschrieb Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer  der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart in seiner Begrüßung die Situation auf den Märkten. „Netzwerken ist die Basis für den unternehmerischen Erfolg. Was einer nicht schafft, schaffen viele gemeinsam“. Genau aus diesem Grund haben sich die verschiedenen Unternehmensnetzwerke wie der Bund der Selbständigen (BDS), Business Network International (BNI) und StuttgartBC, die offizielle XING Ambassador Gruppe der Region zusammen getan, um ihre Netzwerke und die Netzwerke weiterer Verbände zusammenbringen. Und zum dritten Mal war ihnen das so gut gelungen, dass die Veranstaltung bereits Wochen vorher ausgebucht war. Auch zahlreiche BDS-Mitglieder konnten nur auf eine schnellere Anmeldung bei zukünftigen Veranstaltungen verwiesen werden. 
Und weil Netzwerken an diesem Abend voll im Mittelpunkt stehen sollte, hatten die Veranstalter unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart mit Isabel García eine Impulsrednerin eingeladen, die mit Charme und Witz die Teilnehmer nicht nur inhaltlich begeistern konnte. Die Stimme mag so manch einer schon mal aus der Mon Chéri-Werbung gehört haben, das Temperament und Feuer, dass sie jedoch auf der Bühne versprühte, zeigte dann ihr deutsch-spanisches Blut. Statt eines Standardvortrages über Kommunikation, hatte sich die ehemalige Radiomoderatorin besonders auf das Leitthema Netzwerken vorbereitet. 



Kommunizieren mit dem NASI-Prinzip 

Und als bereits nach fünf Minuten ein Teilnehmer aus der ersten Reihe kurz den Saal verließ, greift sie das sogleich auf und ruft ihm hinterher, ob ihr Vortrag so schlimm sei, dass man schon nach fünf Minuten gehen müsse. „Fühlen Sie sich von solchen Dingen nicht angegriffen, sondern nehmen es als Angebot für den Kontakt“, erklärt sie den Zuhörern. 
Da hatte sie das Publikum schon längst für sich gewonnen – und ihre wichtigste Botschaft verkündet. „Geben ist der Schlüssel beim Netzwerken“, erklärt sie. „Sie bekommen das meist wieder zurück“. Das gelte in den meisten Fällen zwischenmenschlicher Kommunikation und es gilt auch beim abendlichen Netzwerken. Eigene Erfahrungen misslungener Visitenkartenpartys zu Beginn ihrer eigenen Trainerkarriere haben sie das gelehrt. Sie habe sich damals gar nicht für die Leute interessiert, wollte nur ihre Visitenkarten und Flyer verkaufen. 
Heute ist ihr das NASI-Prinzip wichtig. „Neugierde, Achtsamkeit, Selbstbewusstsein und Interesse“, erläutert sie ihre eigene Wortkreation. Mit Neugierde kommt man mit den Leuten ins Gespräch. Achtsamkeit hilft viel über den Gegenüber zu erfahren, egal ob man in ein neues Unternehmen kommt oder einem neuen Gesprächspartner bei einer Abendveranstaltung gegenüber steht. Beim Netzwerken geht es schließlich darum, einen gemeinsamen Nenner mit dem Gegenüber zu finden. Dafür hilft Interesse am Gesprächspartner. „Finden Sie etwas, was sie ehrlich interessiert“, empfiehlt García den Netzwerkern. Dann strahlt man dieses Interesse auch aus. Und treten Sie selbstbewusst und authentisch auf. Das heißt auf keinen Fall mit antrainierten Handgesten, Fuß- oder Körperhaltung. Es ist wichtig dem Gegenüber in die Augen zu schauen“, empfiehlt sie. „Aber übertreiben Sie auch das nicht, wenn es unnatürlich ist“. Beispielsweise wenn man sich kurz abwendet um eine Unternehmensbroschüre vom Tisch zu holen. 

Das letzte Bild bleibt haften
Auch die Stimme spielt in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Oft geht die Stimme unbewusst nach oben. Besser ist es, sie geht nach unten. „Sprechen sie auf den Punkt“. Und noch etwas ist der Kommunikationsexpertin wichtig. „Überlegen Sie sich, wie sie jemand wieder aus dem Gespräch heraus schicken“, animiert sie am Ende die Zuhörer zu mehr Kreativität.  „Mit welchem Bild, mit welchen Emotionen verlässt der Gesprächspartner das Gespräch.“
So nahmen die Teilnehmer zahlreiche Anregungen mit zum eigenen Netzwerken am abendlichen Buffet an die Stehtische und Stände der Veranstalter. „Der Schlüssel ist der persönliche Kontakt“, hatte Wirtschaftsförderer Rogg den Gästen mit auf den Weg gegeben. Mit diesem Schlüssel öffnete sich an diesem Abend so manche Tür. Entsprechend zufrieden waren auch die Veranstalter, die den Netzwerktag auch im kommenden Jahr wieder veranstalten wollen. Dann heißt es, sich rechtzeitig anmelden, um wieder dabei zu sein.  


Gastgeber Franz Falk, Handwerkskammer Region Stuttgart

Dr. Walter Rogg, Wirtschaftsförderer der Region Stuttgart begrüßt die zahlreichen Gäste


BDS-Vizepräsident Norbert Raif stellt in einer Minute seinen Verband vor. 


Ralf Löbbe, StuttgartBC, die offizielle XING Ambassador Gruppe der Region


Gunther Verleger, BNI Stuttgart

 
Isabel García kommuniziert mit Gesten und Mimik 

 

Netzwerken: Reinhold Uhl, Kreisvorsitzender des BDS-Kreisverbandes Stuttgart im Austausch  mit den BNI-Kollegen 

Alle Bilder: ©Becker, BDS

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