BDS-Sommertheater: Alois Gscheidle begeistert BDS-Mitglieder

Bestes Wetter, beste Unterhaltung. Beim zweiten BDS-Sommertheater genossen über 100 Mitglieder und Freunde einen höchst unterhaltsamen Abend bei gutem Essen.


Prächtige Unterhaltung beim Sommertheater 2014: Schauspieler Marcus Neuweiler alias Alois Gscheidle.


Freitagabend. Haus am See in Stuttgart-Mühlhausen. Schon der Sektempfang am Ufer des Max-Eyth-Sees stimmt die Besucher in beste Laune. Wer sich von der Arbeit losgerissen hat, um sich gemeinsam mit anderen Selbstständigen aus dem BDS-Netzwerk einen schönen Abend zu gönnen, freute sich schon vor dem eigentlichen Theater bei sonnig-sommerlicher Atmosphäre auf das, was kommen sollte. Los geht es mit einem schwäbischen Buffet und manch einer hat noch nicht das Besteck aus der Hand gelegt, da war er auch schon da: Alois Gscheidle. Als Hausmeister verkleidet macht er zum Auftakt seinen ersten Rundgang durch den Saal, nimmt einen Gast nach dem anderen aufs Korn. „Du hasch aber große Füß“, ist der Kommentar zum Einem. „Des Hemd war aber billig“, lässt er den Nächsten unter dem Gelächter der Gäste vortanzen. Es dauert nur ein paar Minuten und das Eis ist gebrochen. Das Publikum – Selbstständige sind ja per se nicht von der schüchternen Art – macht mit. Jeder ahnt jetzt schon, dass es ein sehr unterhaltsamer Abend werden wird. Und genau so kommt es.

2. Akt. Mit der Hose unten an den Füßen betritt Alois Gscheidle die Bühne, das Telefon in einer Hand, hilfesuchend, welche Dame ihm nun helfen könnte, sich richtig anzuziehen. Unter dem Gejohle der Zuschauer findet sich tatsächlich eine, die ihm die Hosenträger ordentlich zurecht zieht. „Rei’gschmeckt“ ist der Titel des Programms und diese Rei’gschmeckten, also Nichtschwaben, sucht er nun im Publikum. Sie sollen am Ende des Abends wissen, was schwäbischer Humor ist. „Schwabe wirscht Du nur von Geburt an“, doziert er und lehrt das Einmaleins schwäbischer Fragestellungen: ‚Hä? ‘, sagen Schwaben für ‚wie bitte? ‘, ‚Ha wa‘, sagen Schwaben wenn Braunschweiger, Hamburger oder Wolfsburger höflich ‚was Sie nicht sagen? ‘ meinen.


... in der Rolle als Straßenkehrer. 

3. Akt. Im Arbeitsdress des Straßenkehrers kommt Gscheidle mit Besen auf die Bühne. „Was isch der Unterschied zum Politiker?“, will er vom Publikum wissen. „Keiner, mir hend´ beide Dreck am Stecke“. „Der Bürgermeister isch der einzige Meister, wo Du nix lernen musst“, verkündet er und ist schon in die nächste Rolle geschlüpft. Im „neu“ erworbenen Jackett erzählt er von seiner Kurzkarriere als Politiker und nimmt die politischen Rollen von Opposition und Regierung mit einer Publikumsabstimmung aufs Korn.

Pause. Nachtisch. Erholung für die Lachmuskeln.

4. Akt. Alois Gscheidle kommt als Putzfrau auf die Bühne, erzählt von der Arbeit in einer Schule. „Den Dreck machen nicht die Schüler, sondern die Lehrer“, behauptet sie und ist schon in die Rolle der Lehrerin geschlüpft. Gemeinsam rechnen, höhere Mathematik nach einer ganz besonderen Logik. Und mittendrin platzt der linke Busen, diesmal mutmaßlich ungewollt, unter großem Gelächter. Er hätte die Putzfrau auch mit einer Brust zu Ende spielen können, aber schon ist er hinter der Bühne, korrigiert den Fauxpas und unterhält das Publikum von hinten.


Alois Gscheidle im schwäbisch-französischen Telefongespräch mit François.

5. Akt. Wieder klingelt das Telefon. Der Franzose François ist dran. Im Schwäbischen wird daraus ein Fransuase. Französisch-schwäbisch geht es weiter. Bis zum nächsten Rollenwechsel. Die des Gesangslehrers. Atemübungen gemeinsam mit einem singfesten BDS-Mitglied und zum Abschluss noch ein gemeinsames Lied. „Uff dr schwäb’sche Eisenbahne“ wird aus dem Publikum gewünscht. „Des hat der Kretschmann verboten, wegen Stuttgart 21“, lehnt Gscheidle ab. Seinen Abgang hat er besser geplant. „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“, singen über 100 Kehlen. Und sind begeistert.

Und bevor der Applaus richtig abgeklungen ist, steht Gscheidle schon wieder auf der Bühne. Zugabe. Die sieben Worte, die ein schwäbischer Mann mit seiner Frau am Tag spricht. Und wie jeder Tag geht auch das Sommertheater irgendwann zu Ende. Oder war es doch mehr Kabarett? Das ist den Selbstständigen an diesem Abend nach fast dreistündigem Programm egal. Sie sind voll auf ihre Kosten gekommen. „Wir haben ja im Alltag so wenig zu lachen“, nimmt BDS-Vizepräsident Günter Hecht den Faden beim Dank an Schauspieler Marcus Neuweiler alias Alois Gscheidle auf. Das soll sich spätestens beim Sommertheater 2015 wieder ändern.



Sektempfang am Max-Eyth-See (v.l.n.r.): Elfi Knoblauch, Ursula Hecht, BDS-Vizepräsident Günter Hecht, BDS-Präsidiumsmitglied Jörg Knoblauch
(Weitere Bilder vom Empfang unten)


BDS-Vizepräsident Günter Hecht begrüßt die Gäste zum BDS-Sommertheater 2014


Rolf Müller, Vorsitzender des BDS Stuttgart-Mühlhausen


Alois Gscheitle inspiziert als Hausmeister zunächst mal die Fluchtwege


Kreative Ideen: Die Solaranlage auf dem Kopf



Auch als Politiker begeistert Alois G´scheidle die Selbstständigen. 


Paraderolle als putzende Lehrerin.


Atemübungen aus dem Gesangsverein. 


Die Frage der Fragen ...


und die Reaktion auf die Antwort!


BDS-Vizepräsident Günter Hecht bedankt sich bei Marcus Neuweiler alias Alois G´scheidle für über 120 Minuten überragende Unterhaltung


Abschied!


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