Netzwerken, digitales Storytelling und die richtigen Umgangsformen

Mache Teilnehmer kamen wegen der tollen Autos, mache wegen den interessanten Vorträgen und für andere stand das Netzwerken im Vordergrund. Egal warum die Unternehmerinnen und Unternehmer an einem der heißesten Abende des Jahres zur Veranstaltung BDS-Impulse gekommen waren, sie wurden nicht enttäuscht, dass sie den BDS-Abend einem Biergarten vorgezogen hatten.

Günther HieberBDS-Präsident Günther Hieber konnte daher stolze 124 Gäste im Autohaus Lorinser in Waiblingen begrüßen, überließ es dann aber den beiden Hauptkonzeptoren des neuen Veranstaltungsformats Katja Hofmann, Esslinger Kreisvorsitzende und Vorsitzende des BDS-Arbeitskreises Verbandsmarketing sowie Vizepräsident Norbert Raif, in die Veranstaltung einzuführen.

„Es soll heute keine normale Veranstaltung sein, sondern der Auftakt für eine Reihe von diesen BDS-Impuls-Veranstaltungen, mit unterschiedlichen Strukturen an unterschiedlichen Standorten, mit Referenten, die aus unterschiedlichen Ansätzen versuchen, Ihnen neue Impulse zu geben“, erklärte Raif die Idee. „Es geht darum, die Zukunft mitzugestalten, zu schauen, was zukunftsfähig ist und da haben wir heute Abend einen Strauß an Impulse mitgebracht“, ergänzt Hofmann.

Digital Storytelling – Mit Emotionen und Bildern den Kunden erreichen
Christian WenzelEine hohe Messlatte, die Christian Wenzel, Werbe- und Internetexperte, gleich beim ersten Vortrag mit dem Titel „Erfolgreich unterwegs im Internet“ gleich überspringen konnte. Niemand schaue mehr gerne Werbung, stellt er mit großer Zustimmung der Zuhörer fest. Daher brauche es andere Mittel, Kunden zu erreichen. Diese sind inzwischen selbstständig, wollen mitreden und sind sogar bereit mitzumachen. Das kann man sich zu Nutze machen. „Digitales Storytelling“ ist heute das Mittel, um möglichst viele Menschen im Internet zu erreichen – und zu begeistern. Der Kunde rückt dabei in den Mittelpunkt. Lange Texte war gestern, heute geht es um Bilder, am besten bewegte Bilder in Form von Videos. „Vom Text zum Bild, von der Information zur Emotion und vom Produkt zur Story“, verrät Wenzel einige Trends, die es heute zu beachten gilt, wenn man im Netz – und nicht nur da - erfolgreich sein will. Und es geht darum, Offline und Online mit einem roten Faden in einer Geschichte miteinander zu verbinden. Printprodukte sind daher nicht von gestern, aber sie werden Teil einer Kampagne, die im besten Fall den Kunden auch online zum mitmachen anregt.

Life ist for Sharing
Katja HofmannEine Kampagne mit Film muss dabei nicht gleich tausende Euro kosten, wie die Kampagne „Life ist for sharing" eines großen deutschen Telekommunikationsanbieter, die die Marketingexpertin Hofmann den Zuhörern filmisch vorstellte. Vielmehr komme es auf die gute Idee an. Wie bei der Marketingkampagne für die Keltenausstellung in Stuttgart, Hofmann aus ihrer eigenen Konzeptschmiede vorstellt. Auf einem zentralen Platz wurde ein kleines Theater aufgebaut und die als Kelten verkleideten Schauspieler spielten immer dann, wenn die Passanten die Keltenausstellung bei facebook mit einem „Like“ anklickten. Dadurch erhielt die Ausstellung sowohl direkte Werbung bei der Laufkundschaft, sondern wurde so auch im Internet weit gestreut.
„Seien Sie mutig, machen Sie nicht den Einheitsbrei, den jeder macht“, betont die Marketingexpertin. Entscheidend ist aus Hofmann Sicht, was zu einem selbst und dem eigenen Unternehmen passt. „Ich brauche nicht die ganze Welt als Kunden“, spricht sie sich deutlich dafür aus, sich zu fokussieren (Präsentation als pdf...

„Wir haben nur eine Chance, wenn wir einen Verbund haben“
Norbert RaifDas sieht auch Norbert Raif so, der an diesem Abend auch das Thema Social Media – Was macht Sinn? auf dem Programm hat. „90 Prozent der Facebook-Likes brauchen Sie nicht“, ist er überzeugt. Dennoch lohnt sich aus seiner Erfahrung das Engagement in den großen Social Media-Kanälen.
Es geht dabei um die Steigerung der eigenen Zugriffszahlen, die Erhöhung der Markenbekanntheit und um Reputationsmanagement, zählt Raif einige der Ziele von Social Media-Aktivitäten auf. „Kundenentscheidungen werden zu 90 Prozent emotional getroffen“, ist Raif überzeugt. Social Media ist daher wichtig, um eine Reputation aufzubauen und eine Empfehlung ausgesprochen zu bekommen.

Mit dem BDS-Brancheneintrag im Netz besser gefunden werden
Auch ein verbessertes Suchmaschinen-Ranking ist ein wichtiges Ziel. Dazu kann auch der BDS-Brancheneintrag beitragen, wie der Unternehmer an seinem eigenen Beispiel zeigt. Dank eines Suchbegriffs im kostenlosen BDS-Branchenbuch habe er es bei Google an die zweite Trefferstelle von 186.000 Ergebnissen geschafft. Und so etwas ist bares Geld wert. „Das können auch Sie als kleines Unternehmen erreichen“, macht er Mut, den für BDS-Mitglieder kostenlosen BDS-Brancheneintrag unter www.bds-gewerbevereine.de zu nutzen. Das ist dabei nur ein kleiner Teil der Angebote des BDS. Genauso wichtig ist es, „dass wir kleine und mittelständische Unternehmer uns für unsere Interessen engagieren. Wir haben nur eine Chance, wenn wir einen Verbund, ein gemeinsames Sprachrohr haben, um bei der Politik Gehör zu finden. Deshalb ist Netzwerkbildung und Netzwerkmanagement so wichtig für kleinere Unternehmen“, plädiert Raif für den Verband. Netzwerkbildung habe dabei verschiedene Facetten, die Verbandsnetzwerke auf der politischen Bühne ebenso wie die Netzwerkbildung bei geselligen Veranstaltungen wie dem BDS-Unternehmertreff (Präsentation als pdf...).

Frau Knigge: „Spielen Sie nie eine Rolle“
Petra KirstUnd dass dazu die richtigen Umgangsformen wichtig sind, ist für „Frau Knigge“ keine Frage. „Die Kunst sich zu präsentieren“ stand entsprechend im Mittelpunkt des Vortrags von Petra Kirst. „Es ist immer noch so: Der erste Eindruck entscheidet und zu 80 Prozent geht das über die Augen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich bei Terminen vorher zu überlegen, wen man trifft und welche Wirkung man erzielen will. Auch Ohren und Geruch sind wichtige Sinne, die zumindest in unserem Unterbewusstsein mit darüber entscheiden, wie der Gegenüber uns wahrnimmt. Doch auch die korrekten Umgangsformen sind wichtig. Zum Beispiel die Frage, wer wen wie begrüßt. „Mann grüßt Frau, Jung grüßt Alt, der Einzelne grüßt die Gruppe, der Mitarbeiter grüßt den ranghöheren Chef“, sind einige Regeln, an denen man sich orientieren kann. „Ob er Ihnen dabei die Hand gibt, das entscheidet jedoch der Chef. Aber „wenn der Kunde zu Ihnen in die Firma kommt, dann reichen Sie ihm als Gastgeber die Hand“, erklärt die Imageberaterin. „Krankheiten, Politik, Religion, Tratsch und Klatsch, Fachfragen und auch Familienangelegenheiten gehören zu den Tabuthemen im Smalltalk. Netzwerken„Diese Regeln wurden gemacht, dass wir uns miteinander wohl fühlen und miteinander problemlos an einem Tisch sitzen können“, erklärt Kirst die Knigge-Regeln. Das Wichtigste aber ist, authentisch zu bleiben. „Spielen Sie nie eine Rolle“, rät Kirst. „Wenn Sie nicht hochdeutsch reden können, dann sprechen Sie lieber Ihren Dialekt“. Viele gute Tipps, die die Teilnehmer beim gemütlichen Teil an den Stehtischen umrahmt von tollen Autos im Autohaus Lorinser gleich anwenden konnten.

Ein Video zur Veranstaltung finden Sie hier...

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