Präsident

Präsident Günther Hieber

Rechtsanwalt

Elsterweg 18

70734 Fellbach

g.hieber@bds-bw.de

Funktionen im BDS

1992 bis 2000 Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsverein Fellbach
1996 bis 2004 Kreisvorsitzender BDS Kreisverband Rems-Murr
1993 bis 2008 Bundesschatzmeister
Seit 23.02.2008
Präsident des Bundes der Selbständigen in Baden-Württemberg (BDS) und Präsident des Bundesverbandes der Selbständigen

Sonstige ehrenamtliche Funktionen

Ausschussmitglied der Arbeitsgemeinschaft Württemberg im Bund Deutscher Philatelisten

Lebenslauf von Günther Hieber

Interview mit Günther Hieber

1. Wie war Ihre erste Verbindung zum BDS?

Schon mein Vater war Ausschussmitglied beim Gewerbeverein Fellbach. So bin ich zum ersten Mal zum BDS gekommen und war dort natürlich dann ebenfalls Mitglied. Ich war in meiner Zeit stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Vereins und Kreisvorsitzender des Rems-Murr-Kreises.

2. Warum wollten Sie Präsident des BDS werden?

Das wollte ich eigentlich nicht. Nach über 16 Jahren als Bundesschatzmeister wollte ich mich 2010 zurückziehen. Durch den Rücktritt unserer Präsidentin Dorothea Störr-Ritter 2008 ist in der Verbandsspitze sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene eine Lücke entstanden, die dem Verband geschadet hätte. So schnell ließ sich kein Nachfolger finden, weshalb ich mich in der Pflicht sah, kraft meiner langjährigen Erfahrung als Präsidiumsmitglied, diese Lücke zu schließen.

Der BDS ist das übergreifende Sprachrohr für kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland. Als Präsident kann ich genau an der Stelle tätig werden, die mir seit Jahren am Herzen liegt: Die Politik und Gesetzgebung für die kleineren und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland konsequent zu verbessern. Ich kann etwas Sinnvolles für unseren Mittelstand tun.

3. Welche politischen Themen konnten Sie bereits für den BDS auf Landes- oder Bundesebene einbringen und verbessern?

Bei der Ausgestaltung des Mindestlohnes waren wir maßgeblich über unsere parteipolitischen Verbindungen involviert. Auch die Neuregelung der Erbschaftssteuer von Betriebsvermögen konnte dank der guten Beziehungen zum Parlamentskreis Mittelstand so geregelt werden, dass 98 % unserer Mitglieder von der Erbschaftssteuer gar nicht betroffen sind. Im Arbeits- und Sozialrecht haben wir erreicht, dass Kleinbetriebsklauseln für die kleineren und mittleren Unternehmen viele Ausnahmen geschaffen haben.

Wir haben bereits zahlreiche Lobby-Erfolge verzeichnen können, jedoch kann das oftmals nicht gleich an die große Glocke gehängt werden. Lobbyarbeit vollzieht sich im Stillen. Erfolge werden nur durch ständige und konsequente Gespräche mit der Politik erreicht und so auch eventuelle Fehlsteuerungen vermieden. Unser letzter Erfolg auf Landesebene ist die Wiedereinführung der Leistungsschauzuschüsse, die uns und unseren Vereinen sehr wichtig sind.

4. Welche Themen/ Ziele möchten Sie unbedingt noch für den BDS erreichen/ umsetzen?

Im Inneren des Verbandes wünsche ich mir eine stärkere Geschlossenheit. In der nächsten Amtsperiode werden wir die Themen Altersarmut bei Selbständigen und Korrekturen bei der freiwilligen Krankenversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbständige angehen.

5. Was sind Ihre Zukunftswünsche für den BDS?

In einer sich ständig individualisierenden Gesellschaft wünsche ich mir, dass die Selbständigen aus der geschichtlichen Entwicklung des Verbandes lernen, was unsere Gründungsväter 1852 vorhatten: Hilfe zur Selbsthilfe, nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark!

6. Was können Sie unseren Unternehmern aus Ihrer Zeit als Unternehmer mit auf den Erfolgspfad geben?

Lassen Sie sich nicht von der Gier nach dem schnellen Erfolg leiten. Viele High-Flyer sind oftmals sehr schnell und brutal abgestürzt. Konstanz und Nachhaltigkeit haben sich als Garanten des Erfolges erwiesen